Hamburgs berüchtigtster Sprayer schlägt wieder zu
OZ ist wieder am Start, hier ein Artikel aus der WELT zum Thema…
Schon seit mehr als zwanzig Jahren beschmiert “Oz” Wände und zerkratzt Scheiben. Die Schäden, die dem 57-Jährigen zugerechnet werden, gehen in die Millionen. Nun haben Fahnder den Unverbesserlichen zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage festgenommen.
„OZ“, Hamburgs berüchtigtster Sprayer, hat erneut zugeschlagen. Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage nahmen Fahnder den mittlerweile 57 Jahre alten Walter F. fest. Im ersten Fall hatte „OZ“ an der Maurienstraße Wände besprüht. Am Barmbeker Markt stellten Polizisten den Mann. Der brüllte: „Ich bin Jude, ihr wollt mich vergasen.“ Dann versuchte er die Beamten mit Farbe zu besprühen. Es kam zu einem Gerangel. Beim Versuch zu flüchten prallte Walter F. mit dem Kopf gegen einen Laternenmast. Nur zwei Tage später war „OZ“ an der Rentzelstraße aktiv. Dort besprühte er Stromkästen und Wände mit Farbe. Als Polizisten eingriffen, versuchte Walter F. zu flüchten. Er stürzte dabei vom Fahrrad.„Der Mann ist eine unbeherrschbare Plage“, hatte Joachim Lenders, der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, einmal über Walter F. gesagt. Schon seit 1986 begeht „OZ“ Sachbeschädigungen. Seine erste Tat in Hamburg verübte er 1993 – und ist der Stadt treu geblieben. Seitdem beschmiert er Wände, Kästen und zerstört privates und öffentliches Eigentum. Die Schäden, die Walter F. zugerechnet werden, gehen in die Millionen. Deswegen steht Walter F. auch immer wieder vor Gericht. Rund 50 Verfahren weist seine Akte auf.
Wegen seiner Taten hat Walter F. bereits mehrfach in Haft gesessen. Zuletzt war der Mann im Mai zu einer Haftstrafe von fünf Monaten verurteilt worden, weil er Scheiben einer Sparkasse zerkratzt hatte. Die Haftstrafe wurde im vergangenen Oktober von der höheren Instanz in eine Geldstrafe umgewandelt. 750 Euro lautete das Urteil. Zahlen musste Walter F. allerdings lediglich 20 Euro. 730 Euro wurden ihm für seine Zeit in der Untersuchungshaft angerechnet. Zivilrechtlich ist bei „OZ“ nichts zu holen. Auf den Schaden blieb die Sparkasse sitzen.
Quelle: welt.de
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